DEMOGRAFISCHER WANDEL UND NEUE LANDLUST

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Blick auf das Freiberger Thor. Am linken Bildrand befindet sich heute die Wohnbebauung Freiberger Str. 1-5

„How will we live together?“ Dies ist nicht nur der Titel der diesjährigen internationalen Architekturausstellung in Venedig, sondern auch die Fragestellung, auf welche zukünftige Wohnbauprojekte im ländlichen Raum eine Antwort finden müssen.

Bedingt durch den demografischen Wandel stehen viele ländliche Gemeinden vor der Herausforderung, neue altersgerechte Wohnformen entwickeln zu müssen. In der Anpassung bestehender baulicher Strukturen, an die Bedürfnisse älterer Menschen und ihrem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben in vertrauter Umgebung, besteht vielerorts die Chance leerstehende Bausubstanz zu revitalisieren. 

Neuerdings rückt das Landleben zunehmend in den Fokus junger, urban geprägter und oftmals digital arbeitender Menschen. Bedingt durch immer voller, beengter und teurer werdende Städte, locken vorallem Platz und Freiräume neue Wohn- und Arbeitsprojekte raus aufs Land. Dabei wecken vor allem auch alte und baufällige Gebäude in Ortskernen das Interesse der Landlustigen, da sie in ihnen nicht nur Platz zum Wohnen, sondern auch zur Umsetzung neuer Lebens- und Arbeitsmodelle finden. Auch wenn durch diese neu aufkommende Landlust nicht in allen ländlichen Gebieten und Gemeinden dem Bevölkerungsrückgang entgegengewirkt werden kann, so kann sie doch für einzelne Dörfer eine große Chance sein. 

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